Ein hoher Fleischanteil ist ein gutes Zeichen — aber die Prozentzahl allein sagt weniger, als die Werbung verspricht. Entscheidend ist, was für Fleisch im Futter steckt: eine benannte Quelle wie „frisches Huhn" oder ein vager Sammelbegriff wie „tierische Nebenerzeugnisse". Hunde brauchen hochwertiges tierisches Protein — und du brauchst eine Zutatenliste, die dir ehrlich sagt, woher es kommt.
Warum Fleisch an erster Stelle stehen sollte
Hunde sind auf tierisches Eiweiß ausgelegt. Muskeln, Immunsystem, Haut und Fell — dafür braucht dein Hund Aminosäuren, und die liefert Fleisch in der besten Zusammensetzung. Die Zutatenliste ist dabei dein wichtigstes Werkzeug: Zutaten müssen nach Gewicht geordnet angegeben werden. Steht Fleisch an erster Stelle, ist es die Hauptzutat. Steht dort Mais oder Weizen, weißt du, womit der Sack gefüllt wurde.
Worauf du bei der Prozentzahl achten musst
- Benannt schlägt anonym. „Frisches Huhn (20%)" sagt dir Tierart und Menge. „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" kann fast alles bedeuten — von Muskelfleisch bis zu Schlachtresten. Wer Qualität verarbeitet, schreibt sie auch hin.
- Frisch ist nicht gleich Mehl. Frisches Fleisch enthält Wasser, Fleischmehl ist getrocknet und konzentriert. Die Prozentzahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar — wichtig ist, dass beides klar deklariert ist und aus benannten Quellen stammt.
- 100% Fleisch ist nicht das Ziel. Ein Alleinfuttermittel braucht auch Energiequellen, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Gemüse, Öle und Kräuter gehören in ein gutes Futter — Füllstoffe ohne Nährwert nicht.
- Pflanzliches Protein ergänzt, ersetzt aber nicht. Erbsen liefern zusätzliche Aminosäuren — sinnvoll als Ergänzung, solange die Hauptproteinquelle tierisch ist.
So liest du eine Zutatenliste in 30 Sekunden
- Erste Zutat: Ist es benanntes Fleisch?
- Prozentangaben: Stehen bei den wichtigsten Zutaten Zahlen?
- Sammelbegriffe: Tauchen „Nebenerzeugnisse" ohne nähere Angabe auf?
- Füllstoffe: Steht Getreide weit vorne, obwohl das Futter als fleischreich beworben wird?
- Zusätze: Zucker, künstliche Aromen oder Farbstoffe haben im Napf nichts verloren.
So macht es Fellis
Bei Fellis steht frisches Huhn (20%) an erster Stelle — frisches Fleisch, nicht Mehl. Echter Muskelaufbau fängt hier an. Dazu kommt getrocknetes Huhn als konzentrierte Proteinquelle, Erbsen als pflanzliche Ergänzung für eine vollständige Aminosäurenversorgung, und Lachsöl — echter Lachs, kein billiges Pflanzenöl. Jede Zutat steht mit Namen auf der Packung, die wichtigsten mit Prozentangabe. Eine Liste, die du nicht verstehst, würden wir selbst nicht kaufen.
Was passt am besten zu deinem Felli?
Häufige Fragen
Wie viel Fleisch sollte im Hundefutter sein?
Eine pauschale Prozentzahl gibt es nicht — wichtiger ist, dass tierisches Protein die Hauptquelle ist und benannt wird. Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste ist die einfachste Faustregel.
Was bedeutet „tierische Nebenerzeugnisse"?
Ein Sammelbegriff, der vieles abdecken kann — von hochwertigen Innereien bis zu Schlachtabfällen. Ohne nähere Angabe weißt du nicht, was du fütterst. Klar deklarierte Zutaten sind die ehrlichere Wahl.
Ist frisches Fleisch besser als Fleischmehl?
Frisches Fleisch ist schonender verarbeitet, Fleischmehl ist konzentrierter — gute Futter kombinieren oft beides aus benannten Quellen. Entscheidend ist die Transparenz, nicht das Etikett „frisch" allein.
Reicht pflanzliches Protein für Hunde?
Als alleinige Quelle ist es für Hunde nicht ideal — tierisches Eiweiß liefert das vollständigere Aminosäurenprofil. Pflanzliche Quellen wie Erbsen sind eine sinnvolle Ergänzung, mehr nicht.
Woran erkenne ich Billigfutter?
Getreide oder „Nebenerzeugnisse" an erster Stelle, keine Prozentangaben, Zuckerzusatz und künstliche Aromen — das sind die typischen Zeichen, dass am Fleisch gespart wurde.


