So unangenehm es ist: Kotfressen (Koprophagie) ist bei Hunden häufig — und meistens kein Zeichen einer schweren Erkrankung. Die Ursachen reichen von normalem Erkundungsverhalten über Langeweile bis zu schlechter Futterverwertung. Du musst dich dafür nicht schämen, und dein Hund ist nicht „gestört" — aber abgewöhnen solltest du es ihm trotzdem, schon wegen der Parasiten- und Keimgefahr.
Die häufigsten Ursachen
- Normales Verhalten. Bei Welpen gehört das Erkunden mit dem Maul dazu, Hündinnen halten den Wurfplatz so sauber. Viele Welpen verlieren das Verhalten von selbst — wenn es nicht versehentlich durch Aufmerksamkeit belohnt wird.
- Langeweile und Stress. Unausgelastete Hunde entwickeln Ersatzbeschäftigungen. Kotfressen kann eine davon sein.
- Aufmerksamkeit. Wer beim Kotfressen jedes Mal eine große Reaktion bekommt, hat ein zuverlässiges Mittel gefunden, im Mittelpunkt zu stehen.
- Futterverwertung. Wenn Futter schlecht verdaut wird, landet Verwertbares im Kot — und macht ihn interessant. Das gilt für den eigenen wie für fremden Kot, etwa von Katzen.
- Selten: medizinische Ursachen. Enzymmangel, Parasiten oder Stoffwechselprobleme können Heißhunger und Kotfressen auslösen — vor allem, wenn dein Hund gleichzeitig frisst wie ein Scheunendrescher und trotzdem abnimmt: ab zum Tierarzt.
Was wirklich hilft
- Sofort wegräumen. Die einfachste Maßnahme: keine Gelegenheit. Im Garten Kot direkt entfernen, beim Spaziergang vorausschauend führen.
- Ruhig bleiben. Kein Geschrei, kein Hinterherrennen — das macht die Sache nur interessanter. Stattdessen Abruf und „Aus" trainieren und Alternativen belohnen.
- Auslastung prüfen. Mehr Beschäftigung für Kopf und Nase nimmt dem Ersatzverhalten die Grundlage.
- Futter prüfen. Ein hochwertiges, gut verdauliches Futter senkt den „Nährwert" des Kots — und damit oft auch das Interesse. Fester, unauffälliger Kot ist hier das Ziel.
- Tierarzt-Check, wenn das Verhalten plötzlich neu auftritt, dein Hund abnimmt oder Durchfall dazukommt.
So macht es Fellis
Fellis ist auf gute Verwertung gebaut: frisches Huhn (20%) als leicht verdauliche Proteinquelle, Süßkartoffel statt schwer verdaulicher Füllstoffe, Inulin (FOS) für die Darmflora. Was gut verwertet wird, landet nicht im Kot — 84% der befragten Kunden berichten von besserer Verträglichkeit, viele ausdrücklich von festerem Kot.
Was passt am besten zu deinem Felli?
Häufige Fragen
Ist Kotfressen gefährlich für meinen Hund?
Das größte Risiko sind Parasiten, Keime und Rückstände von Medikamenten im Kot anderer Tiere. Regelmäßige Entwurmung bzw. Kotuntersuchungen sind bei Kotfressern Pflicht.
Fehlt meinem Hund ein Nährstoff, wenn er Kot frisst?
Ein konkreter Mangel lässt sich daraus nicht ablesen — bei einem hochwertigen Alleinfuttermittel ist das unwahrscheinlich. Häufiger sind Verhalten und Gelegenheit die Treiber.
Warum frisst mein Hund ausgerechnet Katzenkot?
Katzenfutter ist proteinreicher, entsprechend „nahrhaft" riecht der Kot. Die Lösung ist Management: Katzenklo unzugänglich für den Hund aufstellen.
Helfen Mittel, die den Kot unattraktiv machen sollen?
Die Wirkung ist unzuverlässig und ersetzt kein Training. Wegräumen, Abruf-Training und Auslastung wirken zuverlässiger als Pulver.
Kann besseres Futter das Kotfressen stoppen?
Es kann helfen, wenn schlechte Verwertung die Ursache ist — gut verdautes Futter macht den Kot uninteressanter. Bei gelerntem Verhalten braucht es zusätzlich Training und Management.


